Referat und Paneldiskussion zum Thema Resilienz
Resilienz ist keine individuelle psychologische Superkraft. Und sie bedeutet auch nicht, unverletzlich zu sein.
Am 28. Mai 2026 durfte ich beim Lunch-Panel der taskforce4women «Resilienz entscheidet. Wer trägt die Schweiz, wenn es darauf ankommt?» im Zunfthaus zur Zimmerleuten einen fachlichen Input geben und anschliessend an einer spannenden Paneldiskussion teilnehmen.
Aus psychologischer Sicht ist Resilienz kein starres Persönlichkeitsmerkmal und auch nicht die Fähigkeit, einfach immer weiterzumachen. Resilienz beschreibt vielmehr einen dynamischen Anpassungsprozess: Menschen reagieren auf Krisen sehr unterschiedlich, und entscheidend ist oft nicht die eine «richtige» Bewältigungsstrategie, sondern die Fähigkeit, flexibel auf unterschiedliche Anforderungen zu reagieren.
Besonders wichtig war mir dabei auch: Resilienz ist nicht nur individuell. Manchmal ist nicht die Person zu wenig resilient, sondern das System zu belastend. Deshalb bedeutet Resilienzförderung nicht nur, Menschen zu stärken, sondern auch Bedingungen zu schaffen, in denen Menschen handlungsfähig bleiben können: durch soziale Unterstützung, faire Rahmenbedingungen, Zugang zu Ressourcen und geteilte Verantwortung.
Gerade im Kontext von Gleichstellung, Leadership und gesellschaftlicher Krisenfestigkeit ist das zentral.